Aus Initiative wird Struktur: Warum wir eine gUG gründen

Viele Menschen fragen sich: Warum wird das Bürgerforum Buchhalde Dettingen in eine gemeinnützige Unternehmergesellschaft (gUG)umgewandelt? Reicht es nicht, eine lose Initiative zu bleiben?

Die Antwort ist klar: Weil wir zukunftsfähig, transparent und verlässlich sein wollen.

Eine lose Initiative ist ein guter Start – unbürokratisch, flexibel und niedrigschwellig. Doch wenn aus einer Idee etwas Dauerhaftes wächst, braucht es Struktur. Die gUG ist für uns der nächste logische Schritt:

Was ist eine gUG – und warum wir uns dafür entschieden haben

Die gUG (gemeinnützige Unternehmergesellschaft) ist eine schlanke, haftungsbeschränkte Unternehmensform mit einem klaren gemeinnützigen Zweck. Sie funktioniert ähnlich wie eine GmbH, ist aber für gemeinnützige Projekte gedacht und darf keine Gewinne ausschütten. Stattdessen fließt alles zurück in die Initiative.

Wir haben uns bewusst gegen einen Verein entschieden, weil wir Entscheidungen schnell und unkompliziert treffen wollen – ohne lange Mitgliederversammlungen oder aufwändige Strukturen. Die gUG erlaubt uns, verantwortungsvoll zu handeln, Spendenquittungen auszustellen und gleichzeitig flexibel zu bleiben, damit wir das Bürgerforum im Sinne der Gemeinschaft weiterentwickeln können.

Hier die wichtigsten Gründe für die Gründung der gUG im Überblick:

1. Gemeinnützigkeit mit rechtlicher Klarheit

Eine gUG ist eine anerkannte Rechtsform, die ausdrücklich auf gemeinnützige Zwecke ausgerichtet ist. Sie funktioniert ähnlich wie eine GmbH, ist aber rechtlich verpflichtet, alle Mittel für die festgelegten, gemeinnützigen Ziele zu verwenden – in unserem Fall: Begegnung, Bildung, Kreativität und Miteinander fördern. So wissen alle: Was ins Bürgerforum fließt, bleibt im Bürgerforum.

2. Verlässlicher Partner für Dritte

Förderanträge bei Stiftungen, Gemeinden oder öffentlichen Stellen setzen oft eine anerkannte Rechtsform voraus. Auch bei Kooperationen mit Schulen, Vereinen oder Unternehmen ist es ein Vorteil, eine feste juristische Person zu sein – denn so gibt es klare Zuständigkeiten und Verträge können geschlossen werden.

3. Spenden mit steuerlichem Vorteil

Als gUG können wir Spendenquittungen ausstellen. Damit machen wir es Menschen leichter, uns finanziell zu unterstützen – und gleichzeitig steuerlich davon zu profitieren. Auch für größere Spender:innen ist das ein wichtiges Signal.

4. Haftungsbegrenzung

Die gUG schützt die handelnden Personen – zum Beispiel bei Veranstaltungen oder dem Betrieb unserer Technik – besser vor persönlicher Haftung. Das ist ein Sicherheitsfaktor für alle Engagierten, denn wer sich ehrenamtlich einsetzt, sollte keine privaten Risiken tragen müssen.

5. Struktur für Wachstum und Nachhaltigkeit

Mit einer gUG schaffen wir eine Struktur, die auch in Zukunft tragfähig ist – unabhängig von Einzelpersonen. Das hilft uns, Projekte besser zu planen, Aufgaben zu verteilen und langfristig zu bestehen. Auch wenn sich die aktiven Menschen einmal ändern, bleibt das Bürgerforum rechtlich stabil und handlungsfähig.

6. Ein klares Zeichen: Wir meinen es ernst.

Mit der gUG zeigen wir: Wir haben einen Plan. Wir stehen für Transparenz, Verantwortung und Kontinuität. Und wir möchten, dass möglichst viele Menschen daran mitwirken – nicht nur heute, sondern auch morgen.

Kurz gesagt:

Die gUG ist unser Fundament für eine starke Zukunft – ohne Gewinnabsicht, aber mit voller Wirkung für die Gemeinschaft.